Aerosmith

Aerosmith

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Aerosmith ist eine US-amerikanische Musikgruppe. Sie ist eine der bekanntesten noch aktiven Rock-Bands. Mit über 150 Millionen verkauften Alben weltweit gehört Aerosmith außerdem auch zu den bisher kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen der USA.
Aerosmith wurde 1970 von Steven Tyler, Joe Perry und Tom Hamilton in Sunapee (New Hampshire) gegründet. Kurze Zeit später stießen Brad Whitford und Joey Kramer zur Band, der Tyler am Schlagzeug ablöste. Die anfänglich durchweg vom Blues beeinflusste Band sicherte sich durch unzählige Auftritte in Clubs einen Plattenvertrag mit Columbia Records. Ihr erstes Album Aerosmith – ein reines Bluesalbum - erschien 1973 und hielt sich erfolgreich auf Platz 166 der Billboard-Charts. Ein größerer Erfolg kam aber erst mit der LP Toys in the Attic im Jahr 1975, welche Songs wie Sweet Emotion, Big Ten Inch Record und Walk this Way beinhaltet. Mit Toys in the Attic hatten Aerosmith endgültig zu ihrem typischen Stil gefunden, wenn auch die Blues- und Rock-’n’-Roll-Einflüsse bestehen blieben.

Aerosmith stiegen immer wieder an die Spitze der internationalen Charts. Doch mit dem Erfolg kamen auch die Drogen. So erhielten Tyler und Perry den Beinamen „The Toxic Twins“. Zwar folgte 1977 mit Draw the Line noch einmal ein Album, das an die Güte seiner Vorgänger anknüpfen konnte, doch als Ende der 70-er Jahre die Streitigkeiten in der Band zunahmen, verließen Joe Perry und Brad Whitford Aerosmith und starteten ihre eigenen Projekte („The Joe Perry Project“ und „Whitford-St.Holmes“). Die Aerosmith-Restformation holte sich als Ersatz Jimmy Crespo (für Joe Perry) und Rick Dufay (für Brad Withford) an Bord und spielten die beiden Alben A Night in the Ruts (1979) und Rock in a Hard Place (1982) ein, konnten jedoch an die Qualität und den Erfolg früherer Tage nicht anknüpfen. Die große Zeit von Aerosmith schien vorüber. Erst als Perry und Whitford wieder zurück zur Band kamen, und sich Steven Tyler in eine Drogenklinik einweisen ließ, fanden sie den Weg zurück auf die Erfolgsspur. Done with Mirrors unter dem neuen Geffen-Label zeigte Aerosmith 1985 zwar wieder in deutlich gesteigerter Spiellaune, wurde allerdings trotzdem kein großer Erfolg, denn keiner wusste, dass Aerosmith wieder vereint waren. 1986 coverten Run-D.M.C. den Hit Walk This Way zusammen mit Aerosmith. Unterstützung bekamen sie zudem durch den Produzenten Bruce Fairbairn und den Songschreiber Desmond Child. Durch Walk this Way gerieten sie wieder an die Öffentlichkeit und hatten große Pläne für das Folgejahr 1987. Kurz darauf erschien die Single „Dude (looks like a lady)“ und hielt sich erfolgreich in den Charts. Das neue Album sollte Permanent Vacation heißen und ein großer Erfolg weltweit werden. Weitere Singles erschienen 1987 und 1988, bis die Band sich wieder im Studio niederließ. Das Nachfolge-Album Pump erschien 1989 und brachte der Band mit Songs wie Love in an Elevator und Janie's got a Gun ebenfalls vorderste Chartplatzierungen und Verkäufe im zweistelligen Millionenbereich. Get a Grip (1993), Nine Lives (1997) − wieder beim alten Columbia-Label − und Just Push Play (2001) führten die Erfolgstory des amerikanischen Rock'n'Roll-Flaggschiffs fort. 2004 veröffentlichten Aerosmith mit Honkin' on Bobo ihr bisher letztes Studioalbum, das die Band zu ihren musikalischen Wurzeln zurückführte.

Heute spielen Aerosmith wieder in ausverkauften Arenen und Stadien, obwohl die Bandmitglieder mittlerweile auf die Sechzig zugehen. Ein Phänomen, das für gewöhnlich jugendlicheren Bands eigen ist, ist die bis heute anhaltende Attraktivität von Aerosmith in der modernen Musiklandschaft. Im Vergleich zu anderen erfolgreichen Bands der 70-er dürfen Aerosmith nach 38-jähriger Bandgeschichte auch heute immer noch als zeitgemäß und innovativ gelten. Vor allem im amerikanischen Raum erfreut sich die Gruppe einer großen Beliebtheit, gerade auch beim jungen Publikum, bei welchem Steven Tyler und Joe Perry trotz ihres reifen Alters immer noch als Idole und Frauenschwärme betrachtet werden. So ist der feminin charismatische Steven Tyler immer wieder gern gesehener Cameogast bei TV-Shows und Kinofilmen, meist spielt er sich selbst.

Außerdem gehören Aerosmith zu den wenigen Rockbands, die bis heute noch in ihrer Originalbesetzung aktiv sind. Sie wurden 2001 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und bekamen 2002 den „MTV Icon“-Award, wo sie von unzähligen Musikern geehrt wurden, für die sie ein Vorbild dargestellt haben. Mit I Don't Want to Miss a Thing, dem Soundtrack zum Film Armageddon, gelang ihnen 1998 als einzige Band aus dem Album der Einstieg in die US-Billboard-Charts auf Platz 1.

Als markante Zeichen von Aerosmith gelten die Stimme von Steven Tyler, der durch sein Schreien die Lieder emotional aufwertet, und das Gitarrenspiel von Joe Perry, welches, wenngleich Perry auch recht schnell spielen kann, mehr durch Melodie und Kreativität denn durch Geschwindigkeit besticht. Die Blues-Vergangenheit der Band spiegelt sich in Mundharmonika-Soli von Steven Tyler wider (hier vor allem Milk Cow Blues und Big Ten-Inch Record), aber auch in ihrem letzten Album Honkin' on Bobo.
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Aerosmith-Crazy

 

 


 

Aerosmith - I Don't Wanna Miss a Thing

Armageddon soundtrack...

 


 

Aerosmith - Crying